Trockeneis strahlen G Klasse W 460

Ich habe lange überlegt, aber mit meinen Mitteln bekomme ich den Unterboden nicht sauber. Jetzt könnte man sagen, was interessiert mich der Unterboden, nur Lack und Chrom oben drauf ist wichtig. Solche Oldtimer gibt es schon genug. Meine sind anders. Ohne den Unterboden beurteilen zu können, wo sind Scheißarbeiten erforderlich, macht eine Restaurierung aus meiner Sicht keinen Sinn. Wenn ich damit Geld verdienen müsste, würde mich der Unterboden auch nicht interessieren, hat ja 2 Jahre TÜV, was immer das auch heißt.

Wo ist das Problem beim Trockeneis strahlen. Eigentlich müsste jede Restauration so anfangen. Das Problem ist nur der Preis. Für Unterboden und Motor sind egal wo ich gefragt habe, so um die 1200,- Euro fällig. Also warum dann nicht in unmittelbarer Nähe machen lassen? Warum ist das so teuer? Es wird nicht wie mit dem Hochdruckreiniger mal eben der Hof abgespritzt, sondern Linie neben Linie mit Trockeneis die Fläche gereinigt. Das zu entfernende Material wird mit dem Trockeneis (Pallets Lafette) auf 80 Grad Minus abgekühlt, schockgefroren, wird hart und brüchig und mit den nächsten Trockeneis Pellets weggeblasen. Der Vorgang hat so viel Luftbedarf wie so eine Höllenmaschine beim Straßenbau. Die Trockeneis Pellets werden in Themobehältern mit einer Spedition angeliefert zum sofortigen Verbrauch. Besondres jetzt bei 35 Grad Außentemperatur.

Das alles macht es so schweineteuer (ca. 8 Arbeisstunden, die Trockeneis Pellets plus Marktmacht der Anbieter), einige reden am Oldtimer Stammtisch darüber, ich kenne keinen der es hat machen lassen....

Der Motorraum könnte schlimmer aussehen nach 35 Jahren. Auch er soll wieder im neuen Glanz erstrahlen. Dafür reicht Trockeneis strahlen nicht, aber es ist ein guter Anfang.

 

Radkasten hinten, an der Stoßdämpferaufnahme und am Rahmenrohr sieht man schön die Pampe, die von unten überall ist. Es ist kein Teer, kein Unterbodenschutz und kein Öl, irgend ein Geheimrezept mit Wagenschmiere.....

 

Hinten unten links mit Tank....

   

Vorne links mit Moterwand und Scheibenwasser Behälter.....

 

Vorne links Fahrerfußboden, Rahmenrohr und Motorwand...


Heute war Zwischenbesichtung mit der Entscheidung weiter zu machen. Erste Reinigungsversuche mit Heißstrahl, Glassand und Trockeneis. Links im Bild unten halb sauber und oben noch die dicke Wagenschmiere.

 

Wer da alles schon dran rummurkst hat. Rechts im Bild Kupfer Bremsleitungen. Abgesehen davon, dass die nicht zulässig sind, mit normalen Eisen Bremsleitungsmuttern am Ende. Den Hinterradbremszylinder musste ich wechseln, die Eisenmutter war mit der Kupferleitung wie verschweißt. Mit Gewalt wäre die Kupferleitung abgebrochen, ich hatte keine Zeit und habe den Bremszylinder auf die Leitung geschraubt und nicht umgekehrt. Wer weiß denn noch immer nicht, dass Kunpfer und Eisen nicht zusammen dürfen, ganz besonders an Bremsleitungen....

 

 

 

 

Wie in den Oldtimer Zeitschriften sieht es noch nicht aus, ich hoffe das kommt noch.

 

Das ist der weiße Mercedes Kunststoff Unterbodenschutz, der geht nur mechanisch runter. 




 





 


 


 

Es ist nicht so geworden wie von mir erhofft, aber bei der Fett und Teerpampe, kein Unterbodenschutz herkömmlicher Art, war wohl kein besseres Ergebnis möglich. Jetzt sind die Komponenten und Schwachstellen zu erkennen, damit kann ich weiter arbeiten.