W 460 G Klasse der Zusammenbau 

Man sagt ja immer, nach dem Tiefpunkt (Bleche raus schneiden, neue Bleche ein schweißen, Achsen und Fahrwerk) kommt die Lackierung und dann nur nach schöne Arbeiten. Nun ja, an sich sehe ich das auch so,  aber jedes Teil, jede Schraube, jede Dichtung muss zuerst gefunden werden und dann die passenden Fotos für den Einbau. Zwischen Zerlegung und Wiederzusammenbau liegen häufig Monate oder Jahre. Bei mir zehn Monate. Man hört ja immer die tollen Tipps, alles in Beutel verpacken und beschriften, was nützt das aber wenn man für die Verzinkung viele Beutel zumindest teilweise leert? Ich kann das Beutel Kaos kaum noch ertragen, von machen Beuteln geht vom vielen umpacken schon die Beschriftung ab....

Nichts ist neu, nur neu verzinkt, Alu mit Glasperlen gereinigt, schwarze Teile neu seidenmatt lackiert. Natürlich alles noch ohne Motorwände, Kotflügel und Motorhaube. So gut kommt man nie wieder an die Motorkomponenten.

 

Jede Leitung, egal woher und wohin, muss an die richtige Stelle. Jede Bremszange vorne hat z.B. zwei Versorgungen aus unterschiedlichen Quellen. Auch mit Explosionszeichen sind die Bremsleitungen kaum nachvollziehbar. Wobei der Hauptbremszylinder auch nur zwei Abgänge hat wie fast alle Oldtimer. Mal sehen...


Sieht ziemlich komplett aus. aber bis zum ersten Startversuch vergehen noch etliche Stunden. Die fehlenden Dinge, Verkabelung Motor, Verkabelung Stromversorgung Sicherungskasten, Luftfilter, Haupttank und Vortank, Dieselleitungen verlegen/ anschließen/ entlüften und komplette Auspuffanlage.

 

Die Verbindungen in der Hecktüre (Scheibenwischer/ Heckscheibenheizung) und im Holm daneben.

 

So sieht es jetzt im Holm aus. Rechts, dafür sind Stunden drauf gegangen, die Hecktüröffnung per Zentralverriegelung. Es ist zu wenig Platz in der Türe nach unten durch die Blechverstärkungen. Eigentlich ist es nicht möglich, dort ein Universal Motor einzubauen.

 

Dann wurden die provisorischen Bolzen durch Scharnierachsen ersetzt. Ich habe die Achsen aus Edelstahl gefertigt mit einer Fettrille in der Mitte und von unten aus hohl gebohrt mit Gewinde für einen Schmiernippel.

 

Über den Schmiernippel lässt sich das bewegliche Mittelteil von Zeit zu Zeit schmieren.

 

Sobald das Fett ein wenig austritt, ist es genug. Rechts im fertigen Zustand....

Katastrophe, alles noch mal auf Anfang zurück. Der Motor hat nicht genug Kompression. Was da in den letzten 10 Monaten Stillstand passiert ist? Der Motorbauer wird das Problem finden.


Seit einigen Monaten mein Etappenziel, das "Ding" raus aus der Garage.  Genau vor einem Jahr habe ich angefangen mit der Restauration. Ein Jahr ist zu lange, der Spaß ging verloren. Der komplett überarbeitete Motor ist wieder drin, es scheint unten alles dicht zu sein. Nicht alle Türen ließen sich in der Garage richtig öffnen, die Hecktüre nur halb, das Arbeiten daran nervt nur noch. Jetzt habe ich rundherum Platz zu weiteren Innenmontagen......

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